Per Anhalter durch Mittelerde oder auch “Q is for Questionmaster”


Per Anhalter durch Mittelerde oder auch “Q is for Questionmaster”

Ich liebe Billig-Airlines! Wer will schon Comfort, Entertainment Systeme oder gar Trinken und Essen auf einem Flug von über 9Stunden? Alles Quatsch…
Pacific Blue ermöglicht seinen Passagieren ein gemütliches Zusammensein auf völlig ausreichenden 30cm Sitzbreite und 20cm Beinfreiheit. Köstliche Speisen und Getränke gibt es für kleines Geld von den netten Flugbegleiterinnen, ein echtes Schnäppchen sind zum Beispiel die Tassensuppe mit Kürbisgeschmack für nur 5$ und das 200ml Natur-Quellwasser für nur 4$.Für genug Unterhaltung sorgen die Mitreisenden mit diversen musikalischen Spektakeln, die sie allein mit ihren Körperöffnungen zustande bringen, (wirklich beeindruckend!) ein Schmaus für Nase und Ohren ihrer Sitznachbarn. So auch die nette, sympathische und leicht, wirklich nur leicht, übergewichtige Amerikanerin neben mir. Nachdem ich ihr zuvorkommend (wie ich ja nun mal bin) ca. 50%meines Sitzplatzes überlies und sie ihren Verlängerungsgurt nach nur 10minuten angeschnallt hatte konnten wir starten. Nach dem traurigen Abschied am Flughafen Denpasar von Felix der noch länger auf der Trauminsel Bali bleiben wird, gehts für Christoph und mich also endlich nach Neuseeland J
15Stunden und 3große 10$-Chicken-Sandwichs (nicht für mich, für die Amerikanerin versteht sich) später landeten wir zum Zwischenstop in Australien, Melbourne.Von da aus ist es dann nur noch ein Katzensprung nach Neuseeland.
Am 13.12.10 um ca. 15Uhr Ortszeit kamen wir am anderen Ende der Welt an(von Gelnhausen aus gesehen^^). Genau 12Stunden Zeitunterschied. Und…am wichtigsten….der erste RICHTIGE Kaffee seit NepalJ Und BÄM…gleich mal 4,50$. Tja..andere Länder andere Sitten, bzw. andere Preisniveaus. So wurden wir im Handumdrehen von balinesischen Millionären zu armen Kirchenmäusen. Mit dem Bus gings vom Flughafen in die Innenstadt von Auckland. Die 30minütige Fahrt lässt einen ersten Eindruck von Neuseeland erahnen.Bis jetzt sind das Wasser, Sonne und Hügel Hügel Hügel. Busstop: Queenstreet. Der überdimensional riesige Weihnachtsmann der sich in Begleitung von Blitz und Donner über die komplette Hausfassade der 5stöckigen Buchhandlung erstreckt wirkt im sonnigen Neuseeland nicht weniger fehl am Platz als die Weihnachtsdeko in Bangkok. Vollgepackt mit Rucksack und Surfboard stapfen wir Richtung Hostel. Hügel hoch, Hügel runter, und von vorne. Wer kommt drauf ne Stadt wie Auckland auf einem eigentlich aktiven Vulkan zu bauen?! Die Neuseeländer, alles Freaks!
An der City Garden Lodge angekommen treff ich zum ersten mal auf einen Kiwi, Ian, der Hostelbesitzer. Mit seinem witzigen aber gut verständlichen Akzent hieß er uns in NZ willkommen. Endlich das erste mal in den Zelten schlafen die wir seit knapp 3Monaten sinnlos mitrumschleppen. 15$ die Nacht, Schnäppchen!…NOT!
Langsam merke ich, jetzt fängt der Teil meiner Reise an der “Selbstständigkeit” heißt.
Auch nach dem ersten Einkauf im großen Supermarkt und selbstgekochtem Abendessen kann ich immer noch nicht ganz glauben wieder in der richtigen westlichen “Zivilisation” angekommen zu sein. Am nächsten Mittag kommen endlich Stefan und Jonas in unserem Hostel an die wir seit dem Abschied in Bangkok nicht mehr gesehen haben. Die ersten Tage in Neuseeland kosten wir richtig aus, indem wir nach den 3Monaten Asien die überfüllt von Eindrücken waren, nur chillen ,ins Kino gehen, uns mit FastFood vollstopfen, lesen, kochen und Auckland erkunden.
Nach der richtigen Portion “Gammeln” kamen die Hummeln im Hintern wieder zurück und Christoph und Ich setzen unseren Plan in die Tat um;wir stopften mal wieder unser ganzes Leben in unsere 15Kg Backpacks, schmieren ganz groß NORTH auf ein Stück Pappe und stellen uns an die Straße zum Highway. Daumen raus, Warten..warten..warten
Das erste Auto hält an und wir werden von einem jüngeren Kiwi mitgenommen der aussieht als wäre er dem Film SPUN entschlüpft. Der zweite Ride ist ein zittriger Mittdreißiger der uns erst mit Lady Gaga beschallt und dann plötzlich seine RobbieWilliams CD auspackt während er an seinem MultivitaminSaft süffelt als würde er verdursten. Am ersten Tag unseres Trips ins Northland mit dem Ziel Cape Reigna, dem nördlichsten Punkt Neuseelands, kommen wir durchnässt vom Regen und mit insgesamt 8Rides endlich in Paihia an, wo wir todmüde in unsere 28$ Dormbetten fallen. Am zweiten Tag sitzen wir bis mittags im Hostel Peppertree in Paihia rum in der Hoffnung auf besseres Wetter. Da wir bis Weihnachten wieder hier sein müssen beschließen wir uns ein weiteres mal im strömenden Regen an den Straßenrand zu stellen und auf einen netten Autofahrer zu hoffen der Mitleid mit uns hat, der Plan ging auf, wir schafften es am 2.Tag mit nur 5Rides bis nach “”. Der dritte Tag bringt uns Michaela, eine ältere Deutsche mit Mietwagen die unseren Plan zum Cape zu fahren teilt und uns den ganzen Weg nach oben durch die wirklich wunderschöne weite grüne und kaum besiedelte Landschaft Neuseelands mitnimmt J Als wir endlich am Cape ankommen und uns auf den Wahnsinns Ausblick auf die zwei Meere freuen sehen wir schlussendlich ca. 5Meter weit bis die Nebelwand jegliche Sicht unmöglich macht.
Das hat sich gelohnt! Wuhu! Also wieder ab ins Auto zu Michaela und nach Osten Richtung SpiritsBay. Die ewig lange Rollsplittstraße eröffnet uns letztendlich eine weite grüne Wiese die direkt an den weißen Sandstrand der Spirits Bay anschließt. Wir stehen an dem Strand der nach MaoriGlauben die Seelen der Verstorbenen aufs Meer hinausgeleitet. Wir beschließen an diesem wunderschönen Platz unser Zelt aufzuschlagen, was die Enttäuschung vom CapeReigna wieder wettmacht J Wenig später kommen 4Israelis an mit denen wir den Abend verbringen, Janiff zocken und deutschen Reggae hörenJ
Am Morgen nimmt uns Michaela wieder ein Stück nach Süden mit. 4Rides später kommen wir wieder in Paihia an wo wir Stefan und Jonas wieder treffen. Und dann ist auch schon Weihnachten J Mein erstes Weihnachten nicht zu Hause ist seltsam. Um zumindest einen Hauch von Weihnachtsstimmung zu bekommen gehen wir dick einkaufen und Russ und Ich stehen einen kompletten Tag in der Küche vom MousetrapHostel und backen Plätzchen während Schöni und Jonas helfen zu probieren ^^. 3Sorten! Vanillekipferl, Terrassenküchlein und Busserl. Zwei riesige Schüsseln voller selbstgemachter Plätzchen! Genial! J Die Plätzchen und Bier Orgie wurde abgerundet mit ganz viel FLEISCH!! Grillen an Weihnachten, muss man mal gemacht haben! :p Der Hostelbesitzer machte für alle einen riesigen Ham und Kuchen. YUMMY Weihnachten wurde also gebührend gefeiert mit Alkohol, Fleisch, Kuchen etc und sogar ner Runde Circle of Death aus der auch der Titel meines Blogs “Q is for Questionmaster” als Erklärung dafür was passiert wenn man die Queen zieht, stammt.
Völlig fertig fallen wir in unser 7Bett Dorm Zimmer was wir mit 3trinkfesten Australiern teilen. Erst wunderten wir uns das die drei schon im Bett sind weil das Licht aus war bis wir anhand der eindeutigen Geräusche merkten dass die drei ganz und gar nicht schliefen sondern Besuch hatten und es ihnen ziemlich egal war wer im Raum war. Besser mittendrin statt nur dabei!
Am nächsten Morgen stellen wir fest das irgendwer unsere zwei Schüsseln Plätzchen komplett leer gemacht hatte L Naja, das war dann wohl Weihnachten ohne Plätzchen, ohne Schnee und ohne Geschenke….dafür mit BBQ und Sonnenschein J
Fortsetzung folgt…. 

11.2.11 02:41

Letzte Einträge: und die Fortsetzung kam nie....

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